Konkurrenzdemokratie versus Konsensdemokratie …

(gerade bei diesem Thema: auch Wikipedia Wikipedia nicht blind zitieren: *) Warum?)

Tele(?)Seminar: diese Seite soll sich durch die TeilnehmerInnen entwickeln.

… es ist immer ein Eigentlich … aber …“, und oft wird das “aber” zum Gegenteil;
vielleicht funktioniert das aehnlich wie das Prinzip ethischer Forderungen:
Primitive Forderungen und Verbote (zb in Staat, Religion, …) schaffen meist Maertyrer;
Sex wird nicht selten erst durch Sexverbote interessant. (Im Konservativismus gilt: Kinder “duerfen” nicht, Erwachsene nur auf Trauschein und zum Kinderkriegen etc.)
Und: jede Ethik erzeugt auch (frueher oder spaeter) ihre Anti-Ethik.
(“Ethik” der SS- und Gestaposysteme wird wohl in der Regel Abscheu erregen, war aber den SS-lern und Gestapo-lern heilig und sehr wohl “ihre Ethik”. Waere das alles nicht als Kriegsverlierer untergegangen, waeren “wir” heute dieser “Ethik” wohl unterworfen …)

Was damals von NSDAP und Apparatschiks vom “Fuehrer” erfragt und mit viel Gewalt erzwungen wurde, wird heute von “Wirtschafts”macht der Reichen
— die reichsten 10% besitzen 70%-90% der Gelder, Immobilien und Einkommen —
mittels Lobbyismus durchgesetzt. Physische Gewalttaetigkeit ist der Gewalttaetigkeit des Geld(entzug)es gewichen.
Lobbyismus ist Korruption, auch in den USA (wo Lobbyismus salonfaehig wurde).

(EU macht zuweilen den Eindruck, auf genau diesem Weg unterwegs zu sein; NaziFeindbilder wie Judentum, Rassenminderheiten und “Untermenschen” unterbleiben zwar weitgehend, und auf Verteufelung des Begriffs KZ wird peinlichst geachtet;
sind aber MigrantInnenLager anders als “KZ ohne Gaskammer aber mit Arbeitsverbot”? Und ist Haft als KZnachfolge mit Zwangsarbeit, Informations(sperr)willkuer und Zensur
— kein Telefon, kein Internet, kein E-Mail, nur mit “Erlaubnis” TV und Zeitungen —
so verschieden vom “Vorbild” KZ und vom heutigen Zustand “ArbeitsZwang und UnterBezahlung” — von beidem innerhalb von Jahrzehnten immer noch mehr — “da draussen”?)

Mit der Angst vor “dem Handtaschlraub” und vor “dem Terror” (?) wird alles und jedes gerechtfertigt, was gegen Menschenrechte verstoesst, Verbote und Prohibition verschaerft, Repression und Bespitzelung ermoeglicht …

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1. Eigentlich …
ist KONKURRENZDEMOKRATIE (?) so gedacht, dass sich die bessere Idee durchsetzt, indem sie eine Mehrheit findet und mittels Wahlen Realitaet wird.
Diese schoene Idee suggeriert selbstverstaendlich und sehr plausibel, dass mit der “Konkurrenz der Ideen” sich dieser “beste aller Mechanismen” von selbst zu regeln beginnt; vielleicht “mit ein paar Anlaufproblemen”, wenn es nicht danach aussieht.
(wie das — bzw. dass das NICHT — funktioniert, zeigt sich in jeder neuen Krise in der “Freien Marktwirtschaft”, wo Beispiele des Versagens in vielen Formen zb als Monopolbildung — Rockefeller, Microsoft, “Musik”industrie” — und noch viel oefter als Zusammenbruch — Banken, Konzerne, Sozialwesen — kein Ende nehmen)

Warum funktioniert das nicht?

Ein sicherer Grund besteht darin, dass Konkurrenz (der Sache, des Produkts) immer wieder erfolgreich Probleme des Ueberlebens geloest haben
— wer nicht den gesamten Jahresverlauf mit autarker Permakultur ueberlebt, bekommt billigeres und besseres Brot dank der Konkurrenz (Wettkampf) mehrerer Baecker in der Umgebung —
ABER
1) erstens hat sich das seit Industrialisierung und Freihandel (?) zu einem Wettkampf um die Vernichtung der Erde und ihrer Ressourcen entwickelt,
2) zweitens verschwindet sportliche (Mindest)Fairness sehr rasch, wenn Wettkampf zum UEBERLEBEN notwendig wird (und nicht nur ueber ein gesichertes Grundeinkommen/Existenzgeld hinaus Verbesserungen erlaubt), und
3) drittens entsteht aus Konkurrenz recht bald immer auch RIVALITAET
(Konkurrenz der Brote => Rivalitaet der BaeckerInnen)
(und wer kann schon Sache und Person auseinanderhalten? Deutlichstes Gegenbeispiel sind politische Saeuberungen und “Neu”auf”stellung” im Management, sobald neue “Fuehrungs”personen” am Werk sind)

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2. Eigentlich …
ist KONSENSDEMOKRATIE (?) so gedacht, dass “anstelle der Machtausübung durch die Mehrheit der Dialog und Konsens zwischen allen angestrebt wird” (Definition Wikipedia bzw. Lehrbuecher wie Annalena Yngborn, S.65 in Band 42, Schriften, Hsg. Frieder Duenkel, Greifswald, Forum Verlag, ISBN 978-3-936999-84-6 bzw. ISSN 0949-8354)
Diese schoene Idee suggeriert selbstverstaendlich und sehr plausibel, dass zuerst Zustimmung erworben und erst dann Macht ausgeuebt wird.
Konsequentes Durchdenken zeigt, dass das wohl ein Veto(recht) bis zur Zustimmung bedeutet — wodurch ja Machtausuebung unnoetig wird — und dass dafuer eine gewisse Langsamkeit — und damit Langfristigkeit, Nachhaltigkeit — der Entwicklung erreicht wird.
(wie das — bzw. dass das NICHT — funktioniert, zeigt sich jeden Tag wieder dort, wo reale Rituale und Institutionen der Zustimmung — zb Religionskirchen, Sowjet(Raete)Republiken und “Wirtschafts”Neo”liberalismus” mit Hierarchismen und Erzwingung am Werk sind)

Warum funktioniert das nicht?

Ein sicherer Grund besteht darin, dass Zustimmung trotz Veto(recht) zwar eine notwendige (wenn auch nicht hinreichende) Voraussetzung fuer Demokratie darstellt
— griechisch: Demokratie = “Herrschaft des Volkes”, also ohne Verrenkungen von Interpretativitaeten die Herrschaft ALLER MENSCHEN des Volkes —
ABER
1) erstens wird Zustimmung mit viel geistiger und emotionaler Gewalt erzwungen, (Religionskirchen: Inquisition, Sharia, Aug-um-Auge; Sowjet(Raete)Systeme: Politprozesse, sozialer Ausschluss, Partei- und Existenzverlust, Zwangslager; “Wirtschafts”Neo”liberalismus”: Geld- und Existenzverlust, Exekution, Zwangshaft mit Zwangsarbeit bzw. Abschiebelager mit Arbeitsverbot),
2) zweitens wird Gehorsam statt Selbstbestimmung zum Prinzip erhoben und von der betreffenden Priester- und Polit(bonzen)- Klasse zur eigenen Existenzsicherung verwendet, und
3) drittens wird Repression fuer politische Zurichtung und wirtschaftliche Benutzung eingesetzt (vgl. Benutzung durch Ausbeutung — 4 Absaetze am Ende dort — und im Utilitarismus, auch im Schulfach Ethik)
(und wo kann sich jemand heute noch frei bewegen und Nahrung finden oder jagen, ohne das an der Supermarktkasse und bei VermieterInnen zu bezahlen?)

Kaum jemandem ist bewusst, dass Erzwingung mit Geld (als Erlaubnis) und Vorschriften (als Verboten)
in “unserer” demokratischen (?) Gesellschaft der Freien Marktwirtschaft (!) —
mittels Entziehung von Lebensgrundlagen wie Nahrung und Raum/Wohnen/Aufenthalt zu Kriminalisierung — d.h. ebenfalls mit Fremdbestimmung, zb in Haft oder Psychiatrie —
fuehrt, wenn Lebensgrundlagen nicht mehr “bezahlt” werden koennen.

***

3. Eigentlich …
sind MISCHSYSTEME so gedacht, dass die Vorteile der verschiedenen Systeme zusammengenommen und die Nachteile bzw. Unertraeglichkeit vermindert werden sollen:

SOZIALE MARKTWIRTSCHAFT in Oesterreich ca. 1945-1985 war eine Oligarchie (Gruppenherrschaft) wirtschaftlicher Gegenpole wie Wirtschafts- und Arbeiterkammer, Industriellenverein und Gewerkschaft, deren Entscheidungen (Kompromisse) sich “Politik” freiwillig — als de facto Veto(recht) — zur Voraussetzung machte, um ein Gesetz im Parlament zu beschliessen.
(heute sieht das anders aus: 150 Gesetze und mehr pro Jahr werden durch das Parlament — als “Reformen” — gepeitscht, sobald sich genug Abgeordnete zur Mehrheit finden; d.h. es kam zu Mehrheitsdiktatur statt Oligarchen(Partial)Demokratie)
Und: damals wie heute — wegen GruppenInteresse der Koalitionierer — wurde vor allem eine Versorgung der Funktionariate rund um Politik und “Wirtschaft” daraus.

EUROPAEISCHE UNION seit 1993/1994 entstand aus EWG (?) und EG (?) mit heute 27 Mitgliedstaaten. Seit der Wandlung zur PolitUnion EU (?) kam es zu gravierenden Aenderungen, die aus den funktionierenden (EWG, EFTA) Wirtschaftsunionen ein Korruptions- und Krisenmonster geschaffen haben.

Inzwischen gibt es neben Vertrags(Assoziations)Modellen wie Schweiz und Norwegen
— (die Schweiz ist neutral, und politische Institutionen einer politischen Union sind nicht mit Neutralitaet vereinbar) —
die (jedoch nicht so benannten) Funktionen eines vorerst repraesentativen Ministerpraesidenten (2011 Herman Van Rompuy) und eines Aussenministers (2011 Catherine Baroness Ashton).

Europaeisches Parlament, Europaeische Kommission (mit verschiedenen Polizei- und Eingreiftruppen wie Frontex, Eufor etc. fuer verschiedene Polizei- und Militaeraufgaben) und EUGH Gerichtshof sind als Parlament, Regierung und Justiz eines straffen, zentralen Staates “Europa” beabsichtigt.

Tatsaechlich wurde mit dem Vertrag von Maastricht 1993 Schulden- und Defizitgrenzen
nicht jedoch Sozialstandards — eingefuehrt, die einen radikalen “Wirtschafts”Neo”liberalismus” erzwangen. Damit war der Grundstein fuer den heutigen KrisenGlobalismus gelegt, dessen Ursache vor allem “Spar”pakete” mit Sozialraub und relativer Deflation sind.
Liquiditaetsgrade (?) und Geldumlauf (?) erlitten dadurch eine starke VERKNAPPUNG, und obwohl inzwischen immer weniger Menschen imstande sind, als TEILNEHMER des “Marktes” zu partizipieren, wurden “Markt”regeln” durchgesetzt, die nur bei “Freiem Markt” (Polypol, “Idealer Markt”) (?) Geltung haben.
(Inflation war 10% in den Nachkriegsjahrzehnten des 2.Weltkriegs, nunmehr 0%-3% seit den 1990er Jahren als Belastung;
“Wirtschafts”Wachstum” — schlagseitige Berechnung des BIP/GDP — war 5%-10% damals, nunmehr 0%-3% als “Konjunktur”)

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*) (Warum: http://de.wikipedia.org/wiki/Konsensdemokratie nennt als Beispiele fuer Konsensdemokratie a) Schweiz (das ist korrekt) ABER b) “das Regierungssystem der Europaeischen Union”, und das ist seit dem Lissabon Vertrag FALSCH, weil jetzt NICHT MEHR “anstelle der Machtausübung durch die Mehrheit der Dialog und Konsens zwischen allen angestrebt wird”, wie auch Wikipedia im 1.Absatz schreibt, sondern
weil seit dem Lissabon KnebelVertrag auch in EU (meist) MEHRHEIT entscheidet)

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Tele(?)Seminar: Gaemse und Geraechtigkeit in der Rechtschreibung (mehr …)
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